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Gott ist immer da
Gedanken zur Statue „Trösterin der Betrübten“ in der Kathedrale zu Luxemburg – nicht nur für Kinder

Nur während der Oktavezeit trägt diese Statue der „Trösterin der Betrübten“ ein kostbares Kleid. Es ist dies eine Mutter mit Kind, Maria und Jesus. Maria wird auch Gottesmutter genannt, weil wir Christen Jesus als Sohn Gottes verehren.
Auf diesem Bild hier sehen wir die Figur ohne Kleid. Zuerst fällt das viele Gold auf, mit dem diese Statue verziert ist. Gold ist ein wertvolles, ein leuchtendes Material. Damit zeigen Menschen, dass ihnen die dargestellten Personen wertvoll sind. Sie tragen wie Könige goldene Kronen, obwohl Maria und Jesus in einfachen Verhältnissen lebten.
Wie jede Mutter verbindet auch Maria für die Zukunft mit ihrem kleinem Kind Hoffnungen und Ängste. Was wird wohl einmal aus meinem Kind?
Wir wissen, dass der Lebensweg Jesu kein leichter war. Er setzte sich für die Menschen ein, die verachtet wurden und das brachte ihn mit den Mächtigen in Konflikt. Schließlich wurde Jesus umgebracht und starb am Kreuz!
Seine Mutter ging seinen Weg mit ihm. So wie er, liebte auch sie die Menschen. Die rote Farbe ihres Gewandes erinnert an diese Liebe. Sie erinnert aber auch, dass sie furchtbar gelitten hat, als sie ihren Sohn am Kreuz sterben sah. Immer wieder kommen Menschen in solch schwere Situationen in ihrem Leben: Sie verlieren einen geliebten Menschen. Sie werden schwer krank. Sie müssen in ein fremdes Land fliehen, weil sie um ihr Leben fürchten oder verhungern müssen.
Doch in all ihrem schrecklichen Leid weiss Maria, dass ihr Kind ein Geschenk des Himmels ist. Daran erinnert die andere Farbe, das Blau in ihrem Gewand. In schweren Situationen ist sie mit ihrem Kind nicht allein, diese Verbindung zu Gott bleibt, Gott ist immer da.
Deshalb schaut Maria auch nicht auf ihr Kind. Sie lässt auch den Kopf nicht hängen. Sie schaut uns an, damit wir wie sie nicht an der Not anderer vorbeischauen, auch dann nicht, wenn wir selbst Angst haben oder es uns nicht so gut geht.
Maria steht wie eine Königin da, aber sie wird die „Trösterin der Betrübten“ genannt. Sie erinnert uns in all unseren Nöten und Schwierigkeiten, dass Gott immer an unserer Seite steht. Das macht Mut, selbst andere zu trösten und schenkt zugleich selbst Ruhe und Tost.
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