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Die Fischer zur Zeit Jesu sind die Networker von heute…
Wegweiser zum 5. Sonntag im Jahreskreis

Wen würde Jesus wohl heute in seinen Jüngerkreis rufen?
Damals am See Genezareth war seine Aufmerksamkeit auf die gewissenhaften jungen Fischer gefallen, die dort in der Frühe ihre Netze auslegten.
Als dann der Fang ausblieb, ermutigte er die jungen Männer nicht aufzugeben und es erneut zu versuchen, selbst wenn alle Erfahrung gegen einen Erfolg zu sprechen schien. Die Netze füllten sich wider Erwarten und sie waren so schwer, dass sie Hilfe holen mussten. So konnten sie ihren Erfolg direkt mit anderen teilen. Die ersten Jünger Jesu waren somit auch die ersten Networker des jungen Christentums.
Tröstender kann eine Berufungsgeschichte nicht sein. Wen Gott in die Nachfolge ruft, dem schenkt er den Erfolg gleich dazu.
Kann oder muss ich dann also nichts dazu tun?
Doch, selbstverständlich!, scheint uns Lukas im Evangelium unmissverständlich zuzurufen: „Fürchte dich nicht.“ Lass alles stehen und liegen und folge Jesus nach. Damit beginnt dann wohl der schwerste Schritt der Berufung in die Nachfolge. Das sogenannte Gottvertrauen ist nicht nur unmodern, sondern klingt im höchsten Maße weltfremd oder sogar zynisch angesichts des großen Leides allerorten.
Und doch - Die Menschenfischer unserer Tage müssen ebenfalls Networker im handwerklichen Sinn sein. Sie müssen akribisch und zuverlässig Menschen Wege und Möglichkeiten aufzeigen, wie sie sich untereinander und mit Gott verbinden können, damit das Leben für alle gelingt. Ihre Netze müssen tragfähig sein und ihre Methoden müssen immer wieder überdacht und erneuert werden. Dazu beruft Gott jede/n von uns.
(Quelle: wort.lu)
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