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…achtsam sein – damit Weihnachten werden kann
Wegweiser zum 3. Adventssonntag
Ich bin ständig unterwegs, beruflich wie privat. Das ist mein Lebensstil und gefällt mir gut. Trotzdem nervt mich dieses Gehetze von einer Aktivität zur Nächsten manchmal. Wenn ich müde und erschöpft bin und mich nur noch danach sehne einmal meine Ruhe zu haben.
Daher hörte ich natürlich genau hin als mir meine Nachbarin in der ersten Adventswoche von einem Kurs „der Achtsamkeit“ erzählte, an dem sie teilnimmt. Ziel dabei ist es, den gegenwärtigen Augenblick intensiv wahrzunehmen und zuzulassen.
Ich verstand das so, dass ich meine eigene Welt für einen Moment einfrieren oder auch einfangen muss, wie bei einem Foto. Und dann genau hinsehen soll. Im Detail. Gefiel mir gut.
Meine Nachbarin erzählte dann weiter, „es geht darum im menschlichen Leben Glück und Lebensfreude nicht von äußeren Bedingungen abhängig zu machen, sondern sich der inneren Unruhe zu entziehen.“
Verblüfft stellte ich fest, dass ich genau das doch aus dem christlichen Kontext kenne. In Psalm 42, 6 im Alten Testament ist die Rede davon, der unruhigen Seele eine Pause zu verschaffen.
Achtsam zu sein oder zu werden, um eine lebendige Beziehung zu Gott aufzubauen oder sie zu vertiefen.
Und ich dachte … Stop – Halte Inne und mach dir bewusst, wohin der Advent dich führt. Zum Weihnachtsfest sicherlich aber doch insbesondere zur Botschaft, die dahinter verborgen ist: Gott wird Mensch. Er lebt mir vor, was Mensch-Sein bedeutet und fordert mich damit heraus, mein Mensch-Sein zu leben.
(Quelle: wort.lu)
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